Événement

Title: In der fremden Heimatstadt. Jüdische Überlebende und Remigranten im Hamburg der Nachkriegsjahre
Date de début: 29.01.2020
Heure de début: 18.00 Uhr
Heure de fin: 20.00 Uhr
Lieu: Aula der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstr. 35
Description: 

Die gesellschaftliche Wiedereingliederung der Menschen, die die nationalsozialistische Judenvernichtung überlebt hatten, war nach dem Ende des Gewaltregimes eine zentrale soziale, politische und moralische Aufgabe. Für die wenigen jüdischen Überlebenden und Remigranten war es ausgesprochen schwer, zu einem normalen Leben zurückzufinden. Die meisten, wenn nicht alle Verwandten und befreundeten Menschen waren ermordet oder in alle Welt vertrieben, alle sozialen Beziehungen zerstört. Sie litten unter traumatischen Erinnerungen, mussten ihr Verhältnis zur nichtjüdischen Umgebung neu bestimmen, eigene Zweifel und den Widerspruch der internationalen jüdischen Gemeinschaft gegen ihr Verbleiben im „Land der Mörder“ ertragen. Zunächst und vor allem aber benötigten sie konkrete elementare Hilfe, um den Alltag zu organisieren. Britische und deutsche Verantwortliche bekannten sich zur moralischen Pflicht gegenüber den Verfolgten. Aber tatsächlich stießen sie  auf allen Seiten auf bürokratische Hemmnisse, emotionale Abneigung und Vorbehalte. In ihrem Vortrag behandelt Prof. Ursula Büttner, vormals Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, dieses Spannungsfeld.

Einführung durch Dr. Anna von Villiez. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule.

Hinweis: Um 17 Uhr gibt es die Möglichkeit, eine Kurzführung durch die Ausstellung „Jüdisches Schulleben im Grindel“ zu erhalten.

Bitte beachten Sie den neuen Veranstaltungsort: Aula (Raum 301) der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstr. 35