Ereignis

Titel: Hamburger Sinti und Roma nach 1945
Startdatum: 20.03.2020
Startzeit: 14.00 Uhr
Endzeit: 19.00 Uhr
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Beschreibung: 

Die Nachkriegsgeschichte von Sinti und Roma ist davon geprägt, dass Überlebende des nationalsozialistischen Völkermordes auf festgefügte Vorurteile der Mehrheitsgesellschaft trafen. Sinti und Roma wurden an die Stadtränder abgedrängt und mussten meist vergeblich auf eine Rückgabe ihres Besitzes oder auf „Entschädigung“ hoffen. Zudem saß in den Behörden und bei der Polizei nur allzu oft dasselbe Personal wie vor 1945. Die Fortbildung beleuchtet mittels verschiedener Quellen das Beispiel Hamburg. Sie thematisiert nicht nur eine lokale Geschichte von Entrechtung und Diskriminierung, sondern auch die Bedeutung der Roma und Sinti-Bürgerrechtsbewegung ab den 1970er-Jahren für eine Selbstermächtigung der Minderheit. Damit sollen Schicksale von Hamburger Sinti und Roma nach der NS-Verfolgung beleuchtet und Möglichkeiten sowie Grenzen der Vermittlung dieses Themas – u.a. in der zukünftigen Ausstellung des Dokumentationszentrums „denk.mal. Hannoverscher Bahnhof“ – diskutiert werden.

Referentinnen: Sarah Grandke (KZ-Gedenkstätte Neuengamme), Dr. Yvonne Robel (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)

Die Fortbildung ist kostenfrei. Für Kuchen und Obst wird eine private Umlage von 2€/Person vor Ort erhoben. Anmeldung bis zum 13. März 2020 bei Bastian Satthoff, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 543, E-Mail: Studienzentrum@gedenkstaetten.hamburg.de