Mittwoch 1. April 2020 18:00–20:00

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Das Polizeipräsidium Altona-Wandsbek. Zur Kontinuität und Diskontinuität der Nutzungsgeschichte eines Gebäudekomplexes in Altona

Vortrag mit Frank Omland

An der Bodenstedtstraße / Ecke Zeiseweg stehen Überreste eines preußischen Kasernenkomplexes aus der Kaiserzeit. Er wurde 1878 bis 1883 erbaut und zählt zu den historisch bedeutenden und den Stadtteil prägenden Bauwerken. Die Anlage nutzte das Militär im Kaiserreich als Kaserne, die Polizei in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus als Präsidium, die Sozialbehörde als Unterkunft für Wohnungslose in der Nachkriegszeit, die Universität als Labor- und Lagerräume und heute die Mitglieder einer kreativen, solidarischen und gemeinwirtschaftlich orientierten Genossenschaft für Ateliers, Büros, Werkstätten und als Veranstaltungszentrum.
In dem Vortrag werden die unterschiedlichen historischen Nutzungen der Gebäude und die jeweiligen Auswirkungen auf den Stadtteil untersucht.

Der Referent Frank Omland ist Vorstandsmitglied im Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein (AKENS e.V.) und forscht zur Regionalgeschichte Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Seine Schwerpunkte bilden die Geschichte der Wahlen und Wahlkämpfe in Demokratie und NS-Diktatur.


Um Anmeldung wird gebeten unter: christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

 

Freitag 3. April 2020 10:00–16:00

Ein Täter, Mitläufer, Zuschauer, Opfer in der Familie? Rechercheseminar

Das Seminar stellt anhand konkreter Beispiele Möglichkeiten vor, über nationalsozialistische Täter*innen, Opfer, Mitläufer*innen und Zuschauer*innen aus der eigenen Familie zu recherchieren. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über aktuelle Forschungen, Recherchemöglichkeiten in Archiven und im Internet. Sie können Fragen stellen zum Umgang mit historischen Dokumenten und lernen Bibliothek und Archiv der KZ-Gedenkstätte kennen. Wenn eigene Dokumente mitgebracht werden, kann anhand dessen über konkrete weitere Schritte gesprochen werden. Das Seminar dient als Grundlage für alle, die mehr über ihre Familiengeschichte in Erfahrung bringen wollen.

Seminarleitung: Dr. Reimer Möller, Dr. Oliver von Wrochem, Carola Kieras

Kosten: 15,- €, ermäßigt 10,- €  (inkl. Verpflegung) Eine Anmeldung bis zum 27. März 2020 ist erforderlich bei Bastian Satthoff, Tel.: +49 (0)40 428 131 543, studienzentrum@gedenkstaetten.hamburg.de.

Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Samstag 4. April 2020–Sonntag 5. April 2020

Ein Täter, eine Täterin in der Familie? Gesprächsseminar

Das zweitägige Seminar richtet sich an Personen, die sich intensiver mit NS-Täter*innen in der eigenen Familie auseinandersetzen wollen. Wir tauschen uns darüber aus, was es heißt, gemeinsam auf die Suche nach unliebsamen Wahrheiten zu gehen. Einzelne Teilnehmende berichten über die Ergebnisse ihrer Recherchen und die Motivation, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Fragen von Loyalität und Illoyalität in der eigenen Familie, des Umgangs mit dem moralischen und familiären Erbe nach 1945, psychosoziale Folgen für die Angehörigen und Formen der Begegnung von Täter*innen- und Verfolgtennachkommen werden behandelt. Zudem werden Perspektiven des aktuellen gesellschaftlichen Umgangs aufgegriffen. 

Samstag, 4. April 2020, 10.30–16.30 Uhr

Sonntag, 5. April 2020, 11.15–17.00 Uhr

Seminarleitung: Karin Heddinga, Thomas Käpernick und Dr. Oliver von Wrochem

Kosten: 30,- €, ermäßigt 20,- €  (inkl. Verpflegung) Eine Anmeldung bis zum 27. März 2020 ist erforderlich bei Dr. Oliver von Wrochem, Tel.: +49 (0)40 428 131 515, Oliver.vonWrochem@gedenkstaetten.hamburg.de).

Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Montag 20. April 2020 18:00–19:00

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Gedenkveranstaltung für die Kinder vom Bullenhuser Damm

Im Rahmen des internationalen Jugendprojektes #rememberthechildren haben sich jeweils 6 Schüler*innen aus den Heimatländern der ermordeten Kinder sowie aus Deutschland und Israel mit der Geschichte der Kinder beschäftigt. Sie führten Gespräche mit Angehörigen der Kinder und überlegten, wie ein modernes Gedenken an sie aussehen könnte. Ergebnis ist die diesjährige Gedenkveranstaltung, die die Teilnehmenden des Jugendprojekts konzipierten und organisierten.

Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich

Kooperation mit der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm und dem Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit

Samstag 25. April 2020–Sonntag 30. August 2020

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Ausstellung“)

Ausstellung "Überlebt! Und nun?"

Die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung?

Mo–Fr 9.30–16.00 Uhr, Sa–So 12.00–19.00 Uhr

Sonntag 26. April 2020 10:30–13:00

U/S-Bahn Station Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße

Fahrradfahrt über den Ohlsdorfer Friedhof und zur Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Auf der Fahrradfahrt über den Ohlsdorfer Friedhof werden Grabstätten ausgewählter Persönlichkeiten, die im Nationalsozialismus verfolgt oder aber an Verbrechen beteiligt waren, aufgesucht. Die Fahrt führt auch zu den Gräberfeldern für KZ-Opfer, für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, für ausländische Kriegsgefangene und für Bombenopfer. Die Fahrt endet in der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945. Herbert Diercks, Kurator der Ausstellung, übernimmt die Kurzführung durch die Gedenkstätte.

Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).
Anmeldung per Mail: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.

Sonntag 26. April 2020 11:00–17:00

spätestens 10.45 Uhr am Anleger Serrahn in Bergedorf, Nähe S-Bahn Station Bergedorf

Das KZ Neuengamme und seine Umgebung

Mit dem Vierländer Ewer, dem Nachbau eines historischen Binnen-Frachtschiffs, geht es vom Bergedorfer Hafen über die Dove-Elbe auf die Suche nach den Verbindungen des Konzentrationslagers Neuengamme in die Vier- und Marschlande. Anhand von auf den ersten Blick unscheinbaren historischen Überresten, die um Berichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge ergänzt werden, treten die vielfältigen wirtschaftlichen Verbindungen des Konzentrationslagers zur Umgebung in den Blick, auch Verbindungen zwischen einheimischer Bevölkerung und KZ-Häftlingen bzw. SS-Wachmannschaften werden angesprochen. In der KZ-Gedenkstätte angekommen, werden Gelände und Ausstellungen erkundet. In einem Abschlussgespräch während der Rückfahrt ist Zeit für den Austausch von Eindrücken.

Bitte beachten Sie: Der Ausstieg aus dem Boot im Bereich der Gedenkstätte erfolgt über eine steile Trittleiter. Bitte nehmen Sie Essen und Getränke mit. Eine Kooperation mit dem Förderverein Vierländer Ewer e.V. „Uns Ewer“  www.vierlanden-ewer.de.  Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter. Es entstehen dem Förderverein Vierländer Ewer e.V. Kosten in Höhe von 35 Euro pro Person. Es wird um eine angemessene Spende gebeten.

Anmeldung: Eine Anmeldung bis spätestens eine Woche vor der Fahrt ist zwingend erforderlich, das Boot hat nur wenige Plätze: Bitte per Mail an stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de.

Sonntag 26. April 2020 16:00–18:00

Barkassen-Centrale Ehlers, Anleger Vorsetzen beim roten Feuerschiff, Nähe U-Bahnstation Baumwall

KZ-Außenlager, Zwangsarbeit und Widerstand im Hamburger Hafen 1933-1945

Während der zweistündigen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse wird die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus thematisiert. Mit Blick auf historische Hafenbecken, Schuppen und Speicher, Fabrikhallen, Brücken und Schiffe jeder Größe wird von Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen berichtet. Die Route führt auch zu Orten, an denen Zwangsarbeits- und Konzentrationslager eingerichtet waren, so auch zum Speicher G am Dessauer Ufer. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks, Katja Hertz Eichenrode und Lukas Kaiser.
Kosten: 18 Euro (auf dem Schiff).
Anmeldung per Mail erbeten: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de (Restkarten vor Ort)