13.01.2015 Lesung, Zeitzeugengespräch

Janusz Kahl: „Es gelang mir und meiner Familie, zu überleben.“

Einladung zu einem Gespräch mit Zeitzeugen aus Warschau, Meensel-Kiezegem und Murat im Hamburger Rathaus am 15. Januar 2015

Janusz Kahl, geboren 1927, lebte mit seiner Familie in einem Stadtteil von Warschau, dessen Bevölkerung zu Beginn des Warschauer Aufstandes im August 1944 von der Wehrmacht und der SS nach Deutschland deportiert wurde. Janusz... Kahl überlebte als 18Jähriger verschiedene Konzentrationslager, darunter das Außenlager Alt-Garge des KZ Neuengamme und wurde am 2. Mai 1945 im „Auffanglager“ Wöbbelin von der amerikanischen Armee befreit. Er wog nur noch 42 Kilogramm. Nach dem Krieg studierte Janusz Kahl Klavier und arbeitete 40 Jahre lang an der Warschauer Operette. Seit seiner Pensionierung recherchiert Janusz Kahl die Namen der polnischen politischen Häftlinge des KZ Neuengamme. Er engagiert sich im polnischen Verband ehemaliger politischer Gefangener und ist Vize-Präsident des internationalen Häftlingsverbandes Amicale Internationale KZ Neuengamme.


Am Donnerstag, den 15. Januar 2015 um 18 Uhr ist Janusz Kahl einer von drei Zeitzeugen, mit denen Katharina Hertz-Eichenrode im Hamburger Rathaus über die Ereignisse in Meensel-Kiezegem, Murat, Putten und Warschau spricht. Oktaaf Duerinckx (Belgien), Jean Cassagne (Frankreich) und Janusz Kahl (Polen) sprechen über ihre Erfahrungen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Rathausaustellung „Deportiert in das KZ Neuengamme. Strafaktionen von Wehrmacht und SS im besetzten Europa.“

Ort: Rathaus Hamburg, Bürgersaal.